
Die ruhige Zeit ist vorbei. Ab dem 2. Februar wächst der Tag rasant. Bis Ende Februar steigt die Tageshelligkeit von 9 ½ Stunden auf 11 Stunden an. Jetzt werden in der Landwirtschaft die ersten Vorbereitungen für das Säen getroffen. Früher konnten die Mägde und die Knechte um diesen Termin den Dienstherren wechseln. Im Bayerischen nannte man diese Tage „Schenkeltage“. Freude oder Trauer, diese Tagen waren Anlass zu üppigen Feiern. Mindestens ein Tag musste herhalten, manchmal dauerte es bis zu vier Tagen. Und wer es sich leisten konnte feierte bis Fassnacht. Danach begann wieder der Ernst des Lebens, das neue Arbeitsjahr begann.
Für die damaligen Handwerker änderte sich ebenso die Arbeitsweise. Ab sofort konnten sie ohne Kunstlicht ihre Tätigkeiten verrichten. Früher, ohne elektrische Strom, waren die Menschen mit den Naturgegebenheiten eins. Es gab keine Alternative. Die Wetterverhältnisse diktierten den Jahreskreislauf.
Sicherlich, das Wetter beeinflusst auch im 21. Jahrhundert die Arbeitsweise. In den letzten Tagen wurde es den meisten Leuten in Deutschland drastisch vorgeführt, wie Wetter das Tagesgeschäft erschweren kann. Schnee und nochmals Schnee beeinträchtigte die Beweglichkeit enorm. Andererseits, wenn es am 2. Februar stürmt und schneit ist der Frühling nicht mehr weit. So lautet jedenfalls eine alte Bauernregel. Wenn es denn so ist, dann lässt es sich besser aushalten.
Der 2. Februar hat ebenso große Bedeutung innerhalb der Kirche. Die Katholiken feiern Maria Lichtmess. Bis vor hundert Jahren war dieser Tag in Bayern ein Feiertag und an diesem Tag wurde auch der Bedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht.
Was aber steht aktuell an Themen an: Dem Waldboden werde ich innerhalb unseres Portals einen Schwerpunkt widmen. Das Wohl und die Zukunft der menschlichen Existenz steht und fällt in direktem Zusammenhang mit der Pflege des Humusbodens, denn dieser Humusboden ist letztendlich unsere Lebensgrundlage.
Um die nicht leichte Theorie zu verarbeiten, genießen wir die Flora und Fauna des Waldes. Eine Fahrradtour, durch den Landkreis Landshut und Mühldorf, mit einem vorzüglichem Wildbret, stärkt uns Naturfreunde für weitere Aktivitäten.
Wenn Tag und Nacht gleich lang ist wird bei den „Naturmenschen“ ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Bis dahin wünsche ich allen ein sonniges Frühlingserwachen.
Euer Waldfreund Robert Burkhardt
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