
Ich habe den Themenbereich Waldpädagogik an erster Stelle plaziert. Ausschlagebend für diese höchste Priorität sind die Positionspapiere der Arbeitsgruppe „Weiterbildung und außerschulische Bildung“ des „Nationalen Aktionsplans“ (NAP) im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“:
„Das globale Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung ist in ihren Disziplinen überschreitenden Ansätzen eine Herausforderung für das gesamte Bildungssystem – insbesondere im Hinblick auf neue methodische Ansätze und fachübergreifender Zugänge.
Die außerschulische Bildung bietet Rahmenbedingungen, um flexibel auf entsprechende neue Anforderungen zu reagieren und Impulse zu liefern, die innovativ auf die schulische Ausbildung wirken können. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess, der von außerschulischen Bildungsanbietern durch Angebote für alle Altersgruppen/Zielgruppen unterstützt, moderiert und in zukunftsweisende Bahnen gelenkt werden kann.“
und seitens des Bund Deutscher Forstleute:
"Waldpädagogik ist waldbezogene Umweltbildung.
Waldpädagogik umfasst alle den Lebensraum Wald und seine Kompo-nenten sowie Funktionen betreffenden Lernprozesse, die den Einzelnen und die Gesellschaft in die Lage versetzen,
– langfristig,
– ganzheitlich und
– dem Gemeinwohl verpflichtet
und damit verantwortungsvoll sowie zukunftsfähig zu denken und zu handeln. Sie entspricht damit den Anforderungen an eine Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel Wald.
Waldpädagogik in Deutschland - Eine Aufgabe mit Zukunft!
Unsere Gesellschaft befindet sich in einer schwierigen Situation: Die Gewissheit des demographischen Wandels und seine beginnenden Auswirkungen auf das Gesundheits- und Rentensystem, die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und die weltweite Naturzerstörung eröffnen uns derzeit wenig freundliche Perspektiven.
Dies beeinflusst auch unser privates Umfeld: Zukunftsangst führt zu steigender Aggressivität, deren Auswirkungen wir auch an unseren Schulen sehen, Gewalt gegen Mitmenschen (besonders ausländischer Herkunft), fehlende soziale Verantwortung und eine zunehmende Naturentfremdung sind ungute Zeichen.
Was wir in dieser Zeit dringend nötig haben sind „Wir-Tugenden“: Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein, Respekt, Gemeinschaftssinn, Rücksichtnahme und Verlässlichkeit.
Wir brauchen aber vor allem auch wieder Visionen einer lebenswerten Zukunft, erstrebenswerte Ziele, einen „Sinn“!
Bei der Lösung solcher wichtigen Zukunftsaufgaben sind Politik, Verwaltung, Justiz, Medien, Wissenschaft, Kunst & Kultur, aber auch jeder einzelne von uns gefragt."
Hügel sind immer schöner als Häuser aus Stein. In der großen Stadt wird das Leben zu einem künstlichen Dasein. Viele Menschen spüren kaum noch richtige Erde unter den Füßen, sie sehen kaum noch Pflanzen wachsen, außer in Blumentöpfen, und lassen nur selten die Lichter der Straßen hinter sich, um den Zauber eines sternenübersäten Nachthimmel auf sich wirken zu lassen.
Wenn Menschen so weit weg von all dem leben, was der Große Geist geschaffen hat, dann vergessen sie leicht seine Gesetze.
Tatanga Mani